Erfüllte Zeit - "Gedanken zum Christlichen Gesundheitskongress"

Vom 22.-25. Januar nahmen wir mit drei Teammitgliedern am 7. Christlichen Gesundheitskongress in Kassel teil und konnten in einem Workshop unser Böblinger Projekt Heilungsraum vorstellen. In einem Plenumsvortrag referierte Frank Kühn über die Zuwendung zu den Kranken in der Katholischen Kirche. Der Erfahrungsbericht unten erschien in der Zeitschrift "ChrisCare" des Kongressveranstalters "Christen im Gesundheitswesen"

Näheres hierzu unter: Vortrag und https://cig-online.de/home/ und https://www.christlicher-gesundheitskongress.de/flashback.html

Vom richtigen Kairos sprach Bischöfin Hofmann in ihrer inspirierenden und fachbezogenen Predigt zur Heilungsgeschichte des Bartimäus beim Eröffnungsgottesdienst für die Mitarbeitenden des Kongresses.

Der Kairos – das ist ja nicht die chronometrische, sondern die erfüllte Zeit. Für mich, der ich zum ersten Mal teilgenommen habe, war mit dem Auftaktgottesdienst im Kleinen schon alles da, was sich im Großen mit den rund 630 Teilnehmenden in den kommenden drei Tagen entfalten sollte: Herzliche Weite, fachliche Tiefe und christlich-ökumenische Verbundenheit.

Erfüllte Zeit durfte ich in den Begegnungen mit so vielen engagierten, sympathischen Christen aus ganz Deutschland und der Schweiz erleben: Beim Frühstück, im Fahrstuhl, als Sitznachbar im Workshop und Podium oder auch beim persönlichen Segnen im Rahmen des Morgenimpulses.

Das Beeindruckendste für mich: Die Atmosphäre war so offen, freundlich, leicht wie auf einem Kirchentag und gleichzeitig von einer hohen fachlichen Kompetenz und Ernsthaftigkeit geprägt. Mit Pflegenden, Chefärzten, Gemeindemitgliedern und Einrichtungsleiterinnen gemeinsam Fachgespräche zu führen und ebenso Lobpreislieder zwischen den Vorträgen zu singen, das war für mich ein freudiges Novum.

Ich hoffe, dass die erfahrene berufsübergreifende Kraft der Verbundenheit in Glaube und Gebet, christlichem Menschenbild, Ethik und Handeln mit den „Kasseler“ Thesen und durch alle Teilnehmenden noch mehr in unsere Kliniken, Gemeinden, Verbände und Einrichtungen getragen wird.

Als besonders erfrischend empfand ich die humorvolle Weisheit von David Kadel, mit der er am Donnerstagabend das Publikum zum Lachen und Nachdenken brachte und die Verleihung des Gesundheitspreises umrahmte.

Mit einem seiner Gedanken möchte ich auch schließen: So viele engagierte Christen aus dem Gesundheitswesen an einem Ort – das berührt, begeistert und bewirkt etwas.

Danke, dass ich mit Vortrag, Workshop und als ganzer Mensch dabei sein durfte.

Frank Kühn

Kath. Klinikseelsorger Böblingen

Weitere Informationen "Würzburger Thesen"