Pfarramt St. Bonifatius

Kopernikusstraße 1
71032 Böblingen
Telefon: 07031 - 223064
Fax: 07031 - 226926
Email:  stbonifatius.boeblingen(at)drs.de

Der Haupteingang befindet sich in der Kopernikusstraße 1, dort gibt es auch Parkplätze. Es ist auch durch einen Seiteneingang vom Kirchplatz durch den Innenhof am Gemeindehaus über die Treppe zu erreichen.

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Bonifatiuskirche/Kirchengeschichte

In der Reformationszeit 1534 wurde die württembergische Stadt Böblingen evangelisch und in der Dionysus-Kirche auf dem Schlossplatz der reformierte Gottesdienst eingeführt.

Die ersten neun Katholiken unter der Böblinger Einwohnerschaft wurden 1850 gezählt. Sie waren der einzigen katholischen Pfarrei Dätzingen zugeordnet.

Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Stuttgart-Böblingen- Freudenstadt 1873 erfolgte ein größerer Zuzug von Katholiken nach Böblingen.

Am 17.3.1873 wurde die erste regelmäßige Messfeier im Betsaal vom Kronenwirt, einem Mietlokal im Gebäude des Bierkellers gefeiert. Die Seelsorger waren Redakteure des Sonntagsblatts aus Stuttgart.

Schließlich erfolgte 1888 der  Kauf eines Grundstücks für den Kirchenbau an der Sindelfingerstraße. Die Katholikenzahl lag (inkl. Umgebung von Böblingen) bereits bei vierhundert.

Die St. Bonifatiuskirche, nach Plänen des Baumeisters R. Raisch gebaut, wurde von Bischoff Wilhelm Keppler am 24. Mai 1900 geweiht.

Die Kirche wurde im romanischen Stil gebaut. Ein besonderes Wahrzeichen ist das Mosaik in der Apsis. Mittelpunkt des Mosaiks ist ein der mittelalterlichen „Maiestas Domini" (Herrlichkeit des Herrn) entlehnter auf einem Regenbogen über der Erdkugel thronender Christus mit segnend erhobener Rechten, während die Linke das Buch des Lebens hält. „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben — niemand kommt zum Vater als durch mich" (Joh 14,6) steht deutend zu beiden Seiten. Entworfen wurde das Mosaik von Max Seliger und ausgeführt durch die Firma Puhl und Wagner in Berlin-Rixdorf, die  so bekannte und bedeutende Kirchenbauten wie das Aachener Münster, die Apsis der Abteikirche Maria Laach, Dom und Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin mit Mosaiken ausstattete.

Die Erhebung zur selbständigen Stadtpfarrei erfolgte am 15. Januar 1910.

In den Endsiebziger Jahren mussten erhebliche Bauschäden im Inneren und Äußeren der Kirche beseitigt (viel durch Eigenleistung) werden. Vor allem durchnässtes Mauerwerk, ein schadhaftes Schieferdach und Putz im Innenraum weitgehend mit Salpeter durchsetzt.

Zum hundertjährigen Jubiläum der Kirche wurde eine Generalrenovierung des Innenraums notwendig, bei dem die Fenster der Kirche erneuert wurden. Sie sind als Fortsetzung des Mosaiks zu verstehen. Die Ströme lebendigen Wassers, die im Mosaik oberhalb und unter­halb des thronenden Christus fließen, werden fortgesetzt in den ganzen Kirchenraum, umströmen die versammelte Gemeinde, durch­setzt mit dem Gold des aufblitzenden Geistes. In den Fenstern in der Apsis kommt das Wachstum der Pflanzen als Signal „Gott steht zum Leben" zum Tragen. Gisela Sternstein aus Stuttgart hat die Fenster gestaltet.

Neu gestaltet wurden außerdem Altar, Ambo und Taufort.  Für die Radleuchter, die Farbgestaltung des Kirchenraums und die Gesamtkonzeption zeichnet Architektin Dr. Eva-Maria Kreuz aus Stuttgart verantwortlich.

Quelle:

100 Jahre St. Bonifatiuskirche in Böblingen, Aufgezeichnet von Erich Kläger

St. Bonifatius, die Renovation 2000, Herausgeber katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius Böblingen